{"id":232,"date":"2014-08-23T06:55:42","date_gmt":"2014-08-23T06:55:42","guid":{"rendered":"http:\/\/new.muenchenvenedig.de\/?page_id=232"},"modified":"2014-08-23T21:00:26","modified_gmt":"2014-08-23T21:00:26","slug":"gefahren","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/new.muenchenvenedig.de\/?page_id=232","title":{"rendered":"Gefahren"},"content":{"rendered":"<p><div id=\"attachment_293\" style=\"width: 218px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/new.muenchenvenedig.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/webpic4-55.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-293\" src=\"http:\/\/new.muenchenvenedig.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/webpic4-55.jpg\" alt=\"Alpine Gefahren der besonderen Art: hier wird scharf geschossen.\" width=\"208\" height=\"320\" class=\"size-full wp-image-293\" srcset=\"http:\/\/new.muenchenvenedig.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/webpic4-55.jpg 208w, http:\/\/new.muenchenvenedig.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/webpic4-55-195x300.jpg 195w\" sizes=\"auto, (max-width: 208px) 100vw, 208px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-293\" class=\"wp-caption-text\">Alpine Gefahren der besonderen Art: hier wird scharf geschossen.<\/p><\/div><br \/>\n<strong>Allgemeine Hinweise <\/strong><\/p>\n<p>Grosse Teile der Wanderung f\u00fchren uns durch hochalpines Gel\u00e4nde. Jeder Wanderer sollte sich der Gefahren bewusst sein, die hier auftreten k\u00f6nnen. F\u00fcr einen konditionsstarken Wanderer, der bisher nur im Flachland und Mittelgebirgen unterwegs war, ist der Traumpfad zwar zu bew\u00e4ltigen, aber er sollte sich auf die zus\u00e4tzlichen Risiken vorbereiten. Erfahrene Bergwanderer, die bisher nur Tages- oder Wochenendtouren gemacht haben, m\u00fcssen sich darauf vorbereiten, dass eine Dauerbelastung von vier Wochen wenig Gelegenheit zur Regeneration gibt und deswegen Touren, die einem als Tagestour leicht gefallen sind auf einmal ein ganzes St\u00fcck schwerer werden. Auch an 10-15 Kilo Gep\u00e4ck auf den R\u00fccken muss man sich erst gew\u00f6hnen. Leider haben wir unterwegs Wanderer gesehen, die sich unserer Meinung nach nicht optimal verhalten haben. Deswegen m\u00f6chten wir ein paar Hinweise geben, was zu beachten ist. <\/p>\n<p>Die Gefahren in den Bergen gehen zum Teil von den Bedingungen im Hochgebirge aus. Wetterst\u00fcrze, gef\u00e4hrliche Wege, Steinschlag sind objektive Gefahren, die jeden Wanderer treffen k\u00f6nnen. Mangelnde Kondition, K\u00f6nnen und falsches Verhalten sind Beispiele f\u00fcr subjektive Gefahren. Diese Gefahren gehen von Wanderer selbst aus. Verantwortungsbewusstes Verhalten im Gebirge, bedeutet vor allem, die objektiven Gefahren zu kennen und sich zu sch\u00fctzen <strong>und<\/strong> das eigene Leistungsverm\u00f6gen richtig einzusch\u00e4tzen.<\/p>\n<p><strong>Kartenmaterial<\/strong><\/p>\n<p>Einige Wanderer hatten keine Karten dabei. Wir halten das f\u00fcr bedenklich. Selbst die beste Tourenbeschreibung kann eine gute Karte nicht ersetzen. Vor allem wenn Unvorhergesehenes passiert und ein Abstieg n\u00f6tig ist, hilft eine Karte im Rucksack zur Orientierung. Wenn man den Ratschl\u00e4gen auf unserer <a href=\"http:\/\/new.muenchenvenedig.de\/?page_id=7\" title=\"Karten\">Kartenseite<\/a> folgt, kommt man mit 7 Karten bis nach Belluno. Das Gewicht dieser Karten sollte zu verschmerzen sein.<\/p>\n<p>Es wird zu diesem Thema viel diskutiert. Manche meinen, ein GPS-Ger\u00e4t w\u00e4re ausreichend. Andere sagen, dass man ja die Karten im Wanderf\u00fchrer hat. Wieder andere laden sich Bilder auf das Smartphone oder den ipad. Wieder andere verlassen sich darauf, dass andere Wanderer in der N\u00e4he sind und aushelfen. Wir raten dennoch dazu, die Karten mitzunehmen. Orientierungsprobleme sind eine h\u00e4ufige Ursache von Bergunf\u00e4llen.<\/p>\n<p><strong>Ausr\u00fcstung<\/strong><\/p>\n<p>Dazu schreiben wir ausf\u00fchrlich auf unserer <a href=\"http:\/\/new.muenchenvenedig.de\/?page_id=230\" title=\"Ausr\u00fcstung\">Ausr\u00fcstungsseite<\/a>. Schuhe, St\u00f6cke, Rucksack und Wetterschutz sind die wichtigsten Gegenst\u00e4nde.<\/p>\n<div id=\"attachment_285\" style=\"width: 330px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/new.muenchenvenedig.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/webpic9-391.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-285\" src=\"http:\/\/new.muenchenvenedig.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/webpic9-391.jpg\" alt=\"Die Wand der Schiara mir der Kapelle in der den Verungl\u00fcckten gedacht wird.\" width=\"320\" height=\"214\" class=\"size-full wp-image-285\" srcset=\"http:\/\/new.muenchenvenedig.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/webpic9-391.jpg 320w, http:\/\/new.muenchenvenedig.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/webpic9-391-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-285\" class=\"wp-caption-text\">Die Wand der Schiara mir der Kapelle in der den Verungl\u00fcckten gedacht wird.<\/p><\/div>\n<p><strong>Klettersteige<\/strong><\/p>\n<p>Am Traumpfad befindet sich auf der <a href=\"http:\/\/new.muenchenvenedig.de\/?page_id=77\" title=\"S\u00fcddolomiten\">letzten Bergetappe<\/a> in der Schiara ein Klettersteig (siehe Foto, durch diese Wand wird abgestiegen). Diese Route kann umgangen werden, damit ist der Traumpfad auch f\u00fcr Bergwanderer ohne Klettersteigerfahrung begehbar. Wenn man die Schiara begeht, dann sollte man unbedingt ein Klettersteigset dabei haben. Alle Diskussion, ob das wirklich n\u00f6tig ist, die im Forum gef\u00fchrt werden, sollten einen nicht davon abbringen, hier das eigene Risikobewusstsein nicht zu vergessen. Ich selbst bin einmal beim Ausstieg durch die Schiara in der Wand von einem Gewitter mit Regelf\u00e4llen \u00fcberrascht worden und war in arger Bedr\u00e4ngnis. Gelegentlich wird auch von Wanderer berichtet, die mit Minimalausr\u00fcstung (Seilst\u00fcck und Karabiner) durch den Klettersteig gegangen sind. Lest dazu meinen <a href=\" http:\/\/new.muenchenvenedig.de\/?p=289\">Blogpost vom August 2013<\/a>.<\/p>\n<p><strong>M\u00fcnchen-Venedig im Winter &#8230;<\/strong><\/p>\n<p>.. ist eine Extrem-Leistung, die keinesfalls f\u00fcr den normalen Bergwanderer empfehlenswert ist.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/new.muenchenvenedig.de\/?p=216\">Ein erfahrener Profi ist 2004 bei dem Versuch gestorben<\/a>.<\/p>\n<div id=\"attachment_284\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/new.muenchenvenedig.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/webpic7-148.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-284\" src=\"http:\/\/new.muenchenvenedig.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/webpic7-148-200x300.jpg\" alt=\"Gewitter auf dem Piz Bo\u00e8\" width=\"200\" height=\"300\" class=\"size-medium wp-image-284\" srcset=\"http:\/\/new.muenchenvenedig.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/webpic7-148-200x300.jpg 200w, http:\/\/new.muenchenvenedig.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/webpic7-148.jpg 214w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-284\" class=\"wp-caption-text\">Gewitter auf dem Piz Bo\u00e8<\/p><\/div>\n<p><strong>Wetter<\/strong><\/p>\n<p>Neben dem Verirren und dem Absturz durch mangelnde Sicherung ist ein Wettersturz die weitaus gr\u00f6\u00dfte Gefahrenquelle in den Bergen. Ich habe einmal erlebt, wie eine Gruppe Spanier trotz meiner &#8211; in spanischer Sprache vorgebrachten &#8211; Ratschl\u00e4ge in der Puezgruppe in ein Gewitter gelaufen sind. Sie wussten nicht, wie man sich in den Bergen bei einem Gewitter verh\u00e4lt. W\u00e4hrend ich unter meinem Biwaksack auf meinem Rucksack sass, um besseres Wetter abzuwarten, lief dieses Gruppe zu siebt weiter.<\/p>\n<p> Man sollte sich vor einer Tour \u00fcber die Wettervorhersage informieren und ggf. den H\u00fcttenwirt fragen und sich mit dem Verhalten bei schlechtem Wetter vertraut machen. Mit Schnee ist auf dem Traumpfad zu jeder Jahreszeit zu rechnen. Vor allem im Hochsommer sind Gewitter h\u00e4ufig.<\/p>\n<p>Die Spanier haben \u00fcbrigens \u00fcberlebt, ich traf sie durchn\u00e4sst und ersch\u00f6pft in der Puezh\u00fctte wieder.<\/p>\n<p><strong>Tod durch Unterk\u00fchlung<\/strong><\/p>\n<p>Manch einer schmunzelt, wenn er meinen Biwaksack sieht, denn ich an einem herrlichen Fr\u00fchlingstag im Voralpenland in den Rucksack gesteckt haben. Und wenn er dann noch Handschuhe, M\u00fctze und Anorak sieht, dann lacht er laut. Mir selbst ist in 40 Jahren Berwander- und Hochtourenpraxis oft genug vor Augen gef\u00fchrt worden, wie eine harmlose Tour bei bestem Wetter auf einmal sehr unangenehm werden kann. <\/p>\n<p>Zum Beispiel musste ich in den 80er Jahren von der Peyer-H\u00fctte aus per Feldstecher ein Bergdrama auf dem Ortler-Gletscher verfolgen, das zum Tod eines Bergsteigers f\u00fchrte. Der durch Spaltensturz Verletzte konnte wegen des pl\u00f6tzlich aufziehenden Gewitters und Einbruch der Nacht nicht vom Gletscher ausgeflogen werden, musste bei schwerstem Unwetter die Nacht drau\u00dfen verbringen und starb an den Folgen dieser Tortur. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allgemeine Hinweise Grosse Teile der Wanderung f\u00fchren uns durch hochalpines Gel\u00e4nde. Jeder Wanderer sollte sich der Gefahren bewusst sein, die hier auftreten k\u00f6nnen. F\u00fcr einen konditionsstarken Wanderer, der bisher nur im Flachland und Mittelgebirgen unterwegs war, ist der Traumpfad zwar zu bew\u00e4ltigen, aber er sollte sich auf die zus\u00e4tzlichen Risiken vorbereiten. 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