{"id":488,"date":"2014-08-26T21:03:06","date_gmt":"2014-08-26T21:03:06","guid":{"rendered":"http:\/\/new.muenchenvenedig.de\/?p=488"},"modified":"2014-08-26T21:05:35","modified_gmt":"2014-08-26T21:05:35","slug":"muenchen-venedig-umgekehrt-mein-bericht-2010","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/new.muenchenvenedig.de\/?p=488","title":{"rendered":"M\u00fcnchen-Venedig umgekehrt &#8211; mein Bericht 2010"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/new.muenchenvenedig.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/webpic8-096.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/new.muenchenvenedig.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/webpic8-096.jpg\" alt=\"webpic8-096\" width=\"320\" height=\"240\" class=\"alignleft size-full wp-image-489\" srcset=\"http:\/\/new.muenchenvenedig.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/webpic8-096.jpg 320w, http:\/\/new.muenchenvenedig.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/webpic8-096-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die meisten Traumpfadgeher laufen von Nord nach S\u00fcd. Viele starten in M\u00fcnchen und wollen nach S\u00fcden. Wer viel Zeit hat, geht ganz nach Venedig und wer wenig Zeit hat wandert vielleicht nur nach Belluno. In die umgekehrte Richtung laufen nur wenige. Dabei hat das Heimkommen auch seinen Reiz. Man kann fr\u00fcher im Jahr anfangen, dann im S\u00fcden sind die P\u00e4sse und J\u00f6cher oft schon Anfang Juli frei. Au\u00dferdem wandert man mit der Sonne im R\u00fccken. Die Etappeneinteilung ist ein bisschen anders als beim klassischen Traumpfad. Viel \u00e4ndert sich aber nicht. Anbei mein Erlebnisbericht der Tour im Juli 2010.<\/p>\n<p><strong>1. Tag Belluno &#8211; Bivacco Marmol<\/strong><\/p>\n<p>Nach Belluno bin ich mit dem Nachtzug nach Padua und dem Regionalzug \u00fcber Feltre um 9 Uhr morgens angekommen. Um Zeit zu sparen nahm ich ein Taxi bis zu den Case Bortot, an denen ich etwa um 10 Uhr war. Ich hatte mir vorgenommen, heute noch bis zum Bivacco Marmol auf der Schiara zu steigen. Das bedeutet etwa 1500 H\u00f6henmeter und eine Gehzeit um die 8 Stunden. Man sollte genug Zeitreserve einplanen. Ich hatte Gewitter und musste im Klettersteig eine Weile warten. Auf dem 7. Alpini war ich etwa um 13:30, habe bis 14:30 Mittagspause gemacht und bin etwa um 17:30 im Bivacco angekommen. Die Tour ist anstrengend aber landschaftlich und bergsteigerisch spektakul\u00e4r. Eine \u00dcbernachtung im Bivacco ist ein besonderes Erlebnis, der Sonnenaufgang in der Schiara bleibt unvergesslich.<\/p>\n<p><strong>2. Tag Bivacco Marmol &#8211; Rifugio Pramperet<\/strong><\/p>\n<p>Man erreicht auf dieser Tour die Pian de Fontana um die Mittagszeit, kann dort essen und anschliessend bei gutem Wetter weiter bis zu Pramperet wandern. Dazu sollte man aber im Bivacco fr\u00fch aufbrechen, ich bin um halb acht unterwegs gewesen. Meine reine Wegezeit inklusive einer Stunde Mittagspause und vielen Fotostopps waren hier 11 Stunden. Die reine Gehzeit wird 9 Stunden betragen haben. <\/p>\n<p><strong>3. Tag Rifugio Pramperet &#8211; Passo Duran<\/strong><\/p>\n<p>Von der Pramperet ist nur der Passo Duran beziehungswiese das Rifugio Carestiato ein realistisches Ziel. Im Pass bin ich am fr\u00fchen Nachmittag angekommen. Die Gehzeit betrug etwa 5 Stunden, die Wegezeit ungef\u00e4hr 6 Stunden. Das bedeutet einen halben Ruhetag mit Siesta und gutem Essen in Rifugio San Sebastiano. Fu\u00dfballspiel Deutschland-Spanien in Form von Public Viewing im Gastraum im Keller inklusive. <\/p>\n<p><strong>4. Tag Passo Duran &#8211; Rifugio Tissi<\/strong><\/p>\n<p>Im Morgennebel bin ich aufgebrochen, die Tour heute wird auch wieder lang. F\u00fcr ein Mittagessen ist die Vazzoler schon zu weit weg, also mache ich dort Halt f\u00fcr Kaffee und Kuchen und lasse die Mittagsrast aus. Die Gehzeit waren wieder etwa 8-9 Stunden, Wegezeit eher 10. <\/p>\n<p><strong>5. Tag Rifugio Tissi &#8211; Sottoguda <\/strong><\/p>\n<p>Von der Sottoguda wandere ich zur Coldaih\u00fctte und durch den Trubel der Tagestouristen zum Col di Rean. Die Seilbahn bringt mich ins Tal, wo ich gerade zur Mittagszeit ankomme. Heute ist Obsttag, ich habe Appetit auf etwas Frisches, kaufe Obst und Wasser und esse am See. Ein alter Herr l\u00e4dt mich freundlicherweise ein, im Schatten in seinem Garten zu sitzen. Am Nachmittag komme ich noch bis nach Sottoguda (5 Uhr) und \u00fcbernachte in der Pension Montanara. <\/p>\n<p><strong>6. Tag Sottoguda &#8211; Bo\u00e9spitze<\/strong><\/p>\n<p>Wanderung durch die Schlucht bis zur Malga Ciapela, von dort mit dem Bus zum Fedaiasee. Der Abstieg vom Fedaia zur Malga ist ertr\u00e4glich, aber den Aufstieg mag ich mir nicht antun. Auf dem Bindelweg zum Pordoijoch, von dort mit der Seilbahn auf die Sella und dann zur Bo\u00e9spitze. Etwa um 7 Uhr komme ich dort an, gerade recht f\u00fcr das Abendessen. Wegezeit 9 Stunden inklusive Busfahrt und Seilbahnfahrt.<\/p>\n<p><strong>7. Tag Bo\u00e9spitze &#8211; Puezh\u00fctte<\/strong><\/p>\n<p>Fr\u00fcher Aufbruch auf der Bo\u00e9spitze, Abstieg zur Bo\u00e9h\u00fctte und fr\u00fches Mittagessen in der Pisciad\u00f9. Danach durch das Val Setus zum Gr\u00f6dnerjoch und wieder hinauf in die Geisler. Etwa 2 Stunden vor der H\u00fctte mitten auf der Hochfl\u00e4che ereilt mich das Gewitter, eine Stunde Wartezeit und dann zur H\u00fctte. Ich komme etwa um 6 Uhr dort an. Wegezeit ca. 10 Stunden. Angenehme Gesellschaft und gutes Essen. Fu\u00dfballspiel auf dem Fernseher des Wirts &#8211; Spanien gewinnt gegen Holland. <\/p>\n<p><strong>8. Tag Puezh\u00fctte &#8211; W\u00fcrzjoch<\/strong><\/p>\n<p>Von der Puez bei herrlichen Wetter auf die Forcella Nivea und durch den Klettersteig hinab. Einkehr in der Medalges, wo sich schon Regen ank\u00fcndigt. Die Schl\u00fcterh\u00fctte ist &#8211; wie immer &#8211; \u00fcberf\u00fcllt und l\u00e4dt nicht zum \u00dcbernachten ein. An der Peitlerscharte h\u00f6rt der Regen auf und in der Abendsonne sieht man die Plose. Abstieg zum W\u00fcrzjoch und \u00dcbernachtung in der \u00dctia de B\u00f6rz (ich bekomme das letzte Zimmer). Ankunft dort um ca. 7 Uhr. Wegezeit 11 Stunden.<\/p>\n<p><strong>9. Tag W\u00fcrzjoch &#8211; Kreuzwiesenh\u00fctte<\/strong><\/p>\n<p>Sp\u00e4ter Aufbruch nach fulminantem Fr\u00fchst\u00fcck. Mittagessen in der Turnaretschh\u00fctte. Danach \u00fcber die Hochfl\u00e4che zur Kreuzwiese. Ankunft etwa um 6 Uhr, Wegezeit also nur zwischen 8 und 9 Stunden, trotzdem war ich ersch\u00f6pft. Das erste Mal sp\u00fcre ich die Hitze. In Deutschland war ja zu der Zeit Hitzewelle mit bis zu 38 Grad. Exzellente Einkehr und \u00dcbernachtung in der Kreuzwiese bei sehr netter Gesellschaft.<\/p>\n<p><strong>10. Tag Kreuzwiesenh\u00fctte &#8211; Niedervintl und Brixen<\/strong><\/p>\n<p>Erneut sp\u00e4ter Aufbruch in der Kreuzwiese und Wanderung \u00fcber die Hochfl\u00e4che zur Ronerh\u00fctte. Die Heuernte ist in vollem Gange und ich mache viele Fotos. Fr\u00fche Einkehr in der Ronerh\u00fctte bei frischem Strudel und Kaffee, dann Abstieg nach Niedervintl. Ankunft am Nachmittag etwa um 4 Uhr in der gr\u00f6\u00dften Hitze. Das erste und einzige Mal laufe ich mir Hitzeblasen. Abschied von Bosco und Fahrt mit dem Bus nach Brixen, dort \u00fcbernachtet man angenehmer und ich m\u00f6chte einige Fotos der Stadt machen. Wegezeit nach Vintl etwa 6 Stunden (mit vielen Stopps).<\/p>\n<p><strong>11. Tag. Brixen und Pfunders &#8211; Stein<\/strong><\/p>\n<p>Fahrt mit dem ersten Bus (7:27 Uhr), \u00fcber Vintl f\u00e4hrt man mit einmal Umsteigen bis zum L\u00e4rcher(ca. 8:30 Uhr). Aufstieg durch&#8217;s Tal nach Dun, von dort weiter zur oberen Engbergalm. Einkehr und langer Plausch mit der Sennerin. Danach Gliderschartel und Abstieg nach Stein. Ich bin langsam und habe Knieschmerzen. Ankunft im Gasthof Stein um 8 Uhr. Also 11 Stunden Wegezeit. Rein von der L\u00e4nge und der Anstrengung ist diese Tour die K\u00f6nigsetappe. Man kann sie auch nicht abk\u00fcrzen, weil es zwischen Pfunders und Stein keine Einkehr gibt. Der Heubadl in Dun vermietet keine Zimmer mehr. In Stein treffe ich Eva und wir machen zwei Etappen zusammen.<\/p>\n<p><strong>12. Tag Stein &#8211; Friesenberghaus<\/strong><\/p>\n<p>Aufstieg zum Pfitscherjoch und fr\u00fches Mittagessen. Anruf bei der Olpererh\u00fctte und bei der Dominikush\u00fctte ergeben &#8222;Fehlanzeige&#8220;, beide H\u00fctten sind ausgebucht. Wir wandern deswegen \u00fcber den H\u00f6henweg zum Friesenberghaus, das noch Zimmer frei hat. Kurz vor 8 kommen wir dort an, bekommen ein sch\u00f6nes Zimmer und ein gutes Abendessen. Wegezeit 11 Stunden.<\/p>\n<p><strong>13. Tag Friesenberghaus &#8211; Spannagelhaus<\/strong><\/p>\n<p>Aufbruch etwa um 9 Uhr im Friesenberghaus. Neblig und k\u00fchl. Etwas Sonne auf der Friesenbergscharte, Abstieg zum Spannagelhaus, Ankunft am Mittag. Bergkirchweih mit Musik und gutem Essen. Wir entscheiden uns zu bleiben. Besichtigung der H\u00f6hle und netter H\u00fcttenabend. <\/p>\n<p><strong>14. Tag Friesenberghaus &#8211; M\u00fcnchen<\/strong><\/p>\n<p>Wegen anhaltendem schlechten Wetter Fahrt in ca. 5 Stunden nach M\u00fcnchen mit der Seilbahn, dann Bus, Zillertalbahn und Eurocity. Alles geht reibungslos und ohne gro\u00dfe Wartezeiten. Ankunft in M\u00fcnchen am sp\u00e4ten Nachmittag, W\u00e4sche und wieder packen.<\/p>\n<p><strong>15. Tag M\u00fcnchen und Tulfes &#8211; Lizumerh\u00fctte \u00fcber Glungezer und Gratwanderung<\/strong><\/p>\n<p>Autofahrt nach Hall und Tulfes, erste Seilbahn zur Tulfeinalm und von dort zur Glungezerh\u00fctte. Fr\u00fche Einkehr (Suppe und Kuchen) dann Gratwanderung ohne Proviant und mit leichtem Gep\u00e4ck (6 Kilo inklusive Kameras). 7 Uhr Ankunft in der Lizumer nach herrlicher Tour. Wegezeit 9 1\/2 Stunden, bei etwa 1 1\/4 Stunden Pausenzeiten. Die Lizumer ist ziemlich voll, gutes Essen bei gro\u00dfen Portionen. <\/p>\n<p><strong>16. Tag Lizumerh\u00fctte &#8211; Pluderlingsattel &#8211; Lager Walchen und Scharnitz<\/strong><\/p>\n<p>Kompletter Weg bis zum Tuxer Ferner ist mir dieses Mal zeitlich nicht mehr m\u00f6glich, daher nur Aufstieg zum Pluderlingsattel am Morgen, herrliches Fotowetter, danach Abstieg zur Lizumer und Mittagessen. Abstieg \u00fcber Zirbenweg nach Walchen. Ankunft dort am fr\u00fchen Nachmittag. Drei nette Damen nehmen mich im Auto mit bis nach Hall. Busfahrt nach Tulfes und Autofahrt nach Sankt Martin zum fotografieren. Weiterfahrt nach Scharnitz und \u00dcbernachtung im Risserhof. <\/p>\n<p><strong>17. Tag Scharnitz &#8211; Birkarspitze und zur\u00fcck<\/strong><\/p>\n<p>Moutainbikefahrt von Scharnitz (7:40 uhr) zum Karwendelhaus (10:15). Einkehr dort, Apfelstrudel und Kaffee. Abmarsch dort um 11:45 und Aufstieg zur Birkarspitze, die ich etwa um 13:20 Uhr erreiche. Kein Proviant dabei, deswegen bin ich hungrig, nur kurzer Gipfelstopp, dann Abstieg und Ankunft am Karwendelhaus um 15:35 Uhr. Die K\u00fcche hat noch offen und es gibt Gulasch mit Kn\u00f6deln. Das Essen war reichlich und gut. Fahrt ins Tal in 45 Minuten auf dem Mountainbike. Am Auto fallen die ersten Regentropfen, nachdem ich das Bike verladen hatte. Das gute Bergwetter ist vorbei und auch die diesj\u00e4hrige Traumpfadbegehung ist zuende. Auf Etappen in dem Voralpen und der Ebene in Deutschland und Italien hatten wir im Fr\u00fchjahr schon besichtigt, auf das Hallerangerhaus bin ich im August noch einmal kurz gefahren.<\/p>\n<p>Die <a href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/muenchenvenedig\/sets\/72157624724321523\/\">sch\u00f6nsten Bilder der Tour<\/a> kann man sich auf meinem Fotostream bei Flickr ansehen.<\/p>\n<p><em>Anmerkung: Wegezeit hei\u00dft die Zeit von Aufbruch bis Ankunft, also inklusive Pausen und Fotostopps.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die meisten Traumpfadgeher laufen von Nord nach S\u00fcd. Viele starten in M\u00fcnchen und wollen nach S\u00fcden. Wer viel Zeit hat, geht ganz nach Venedig und wer wenig Zeit hat wandert vielleicht nur nach Belluno. In die umgekehrte Richtung laufen nur wenige. Dabei hat das Heimkommen auch seinen Reiz. 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